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Über das Verfahren

TAPE – Transarterielle periartikuläre Embolisation

Prinzip
Die Abkürzung TAPE steht für das Verfahren der transarteriellen periartikulären Embolisation. Das Wirkprinzip beruht auf der gezielten Reduktion krankhaft erhöhter Gelenksdurchblutung. Bei Arthrose und Tendinopathien führen Entzündungsprozesse zu einer Neubildung empfindlicher, schmerzvermittelnder Gefäße. Durch das temporäre Verschließen dieser überaktiven Gefäße mit feinen, resorbierbaren Partikeln wird die lokale Entzündungsaktivität verringert, die Durchblutung normalisiert und der chronische Schmerz oft langfristig reduziert.
Indikationen
Die TAPE kommt vor allem bei Patientinnen und Patienten mit chronischen Gelenkschmerzen aufgrund fortgeschrittener Arthrose zum Einsatz, wenn konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Injektionen oder Schmerzmedikamente keine ausreichende Linderung mehr bringen. Sie eignet sich insbesondere dann, wenn eine Operation noch nicht gewünscht oder möglich ist.
Behandelbare Gelenke
Mit der TAPE können verschiedene große und mittelgroße Gelenke behandelt werden. Besonders häufig wird das Verfahren am Kniegelenk eingesetzt, aber auch Schultern, Hüften, Ellenbogen und Sprunggelenke können erfolgreich behandelt werden.
Technik
Die TAPE erfolgt minimalinvasiv über einen kleinen Gefäßzugang, meist in der Leiste. Unter Röntgendurchleuchtung wird ein feiner Katheter in die arterielle Versorgung des betroffenen Gelenks vorgeschoben. Dort werden mikroskopisch kleine, resorbierbare Partikel gezielt injiziert, um überaktive Gefäße zu verschließen.
Erfolgsaussichten
In aktuellen Studien berichten etwa 60–70 % der Patienten und Patientinnen mit therapieresistenter Kniearthrose nach TAPE über eine Schmerzreduktion von mindestens 50 % und eine spürbare Verbesserung der Gelenkfunktion, teils über 1–2 Jahre.

DOI: 10.1016/j.jvir.2024.08.028 · JVIR 2024
Risiken
Wie bei jedem minimalinvasiven Eingriff gibt es auch bei der TAPE gewisse Risiken. Möglich sind vorübergehende Schmerzen oder Schwellungen sowie kleine Hämatome an der Einstichstelle. Schwerwiegende Komplikationen sind nach dem aktuellen Kenntnisstand ausgesprochen selten.
TAPE am rechten Kniegelenk – Angiographie vor und nach Embolisation

TAPE am rechten Kniegelenk mit deutlich verringerter Vaskularisation nach erfolgreicher Embolisation.

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